Bodrogi Bau ist ein ungarischer Baustoff- und Heimwerkerhandel mit drei Jahrzehnten Erfahrung und acht Filialen. Als das Unternehmen seinen ersten Online-Shop eröffnen wollte, war das Ziel von Anfang an klar: kein einfacher Webshop, sondern ein voll integrierter digitaler Vertriebskanal, der mit dem bestehenden ERP-System synchron läuft.
Das ERP-System lief seit Jahren – aber als Insel. Produktdaten, Lagerbestände, Bestellungen: alles wurde manuell gepflegt und parallel verwaltet. Gleichzeitig sollte der neue Webshop schnell live gehen, ohne auf die vollständige Integration warten zu müssen. Die Herausforderung war, beides zu lösen: einen funktionierenden Shop sofort, und eine saubere ERP-Anbindung als zweiten Schritt.

In der ersten Phase wurde ein vollständiger Webshop auf Magento aufgebaut – mit strukturierter Produktdatenbank, mehreren Versandmethoden und Produktfeeds für Google Shopping sowie zwei herstellerspezifischen Feeds. Für großvolumige Artikel wurde eine eigene Speditionsintegration mit Zustellbeschränkungen auf das Stadtgebiet Budapest umgesetzt.
In der zweiten Phase folgte die vollständige ERP-Integration: Kotta (damals OANDER Connect) wurde als Middleware zwischen dem Magento-Shop und dem Vectory ERP eingesetzt. Die Middleware übernimmt die Konvertierung unterschiedlicher Datenformate und -strukturen, synchronisiert Lagerbestände, Preise und Bestellungen automatisch – und eliminiert damit die manuelle Datenübertragung zwischen den Systemen vollständig.

Webshop und ERP arbeiten heute synchron. Lagerbestände und Preise werden automatisch aktualisiert, eingehende Bestellungen landen direkt im ERP – ohne manuellen Eingriff. Der administrative Aufwand wurde deutlich reduziert, die Produktpräsenz über Google Shopping und Herstellerfeeds ausgebaut.
Viele mittelständische Unternehmen im DACH-Raum stehen vor exakt derselben Situation: ein etabliertes ERP-System, gewachsene interne Prozesse – und der Wunsch, endlich auch online zu verkaufen, ohne den laufenden Betrieb zu gefährden. Der zweiphasige Ansatz – erst ein funktionierender Shop, dann die vollständige Integration – ist eine bewährte Methode, um genau dieses Risiko zu minimieren.



